Karte


China

2019-10-08 - 2020-01-03
Distanz: 2860 km
Gesamtdistanz: 16137 km

Für China hatten wir ein 90-Tage-Visum, aber das war immer noch nicht genug Zeit, um quer durch das ganze Land zu radeln, also haben wir oft auch Bus und Bahn genutzt. Zuerst haben wir die Provinz Xinjiang per Zug zu durchquert, um die riesigen Steppen- und Wüstenregionen zu überspringen und Ärger mit dem überbordenden Sicherheitsapparat in Xinjiang zu verringern. Dann radelten wir durch den Hexi-Korridor in der Provinz Gansu, von Jiayuguan nach Lanzhou und besichtigten auf dem Weg einige Orte der Seidenstraße. In Lanzhou haben wir dann unsere gesamte Camping-Ausrüstung per Post nach Singapur geschickt, da Camping von dort an zunehmend schwierig und unwahrscheinlich werden würde. Dies hat das Gewicht unseres Gepäcks fast halbiert. Dann nahmen wir den Zug nach Baoji und stoppten unterwegs bei den Maijishan-Grotten und Xi'an. Von Baoji aus ging es dann wieder mit dem Fahrrad weiter nach Chengdu, wobei wir die Qingling-Berge überquerten, die Nord- und Südchina voneinander trennen. Das dicht besiedelte Sichuan-Becken übersprangen wir per Bus von Chengdu nach Luzhou, von wo aus wir dann in die bergige Provinz Guizhou radelten. Zunächst folgten wir auf einem Radweg dem wunderschönen Chishui-Fluss nach Maotai, wo Chinas berühmtester Schnaps herkommt. Anschließend hatten wir ein paar harte Tage in den Bergen auf dem Weg zur Zhijin-Höhle, woraufhin wir vorerst aufgaben und mit dem Bus zuerst in die Provinzhauptstadt Guiyang und dann nach Kaili fuhren. Kaili ist Hauptstadt der Präfektur Qiandongnan, welche Heimat vieler ethnischer Minderheiten ist. Von dort aus radelten wir dann auf einer relativ touristischen Route nach Guilin und Yangshuo, im Herzen Chinas schöner Karstlandschaft. Weihnachten verbrachten wir in Yangshuo und fuhren dann mit dem Zug kurz bevor unsere Visa abliefen bis zur vietnamesischen Grenze. Auch wenn die ungeduldigen Fahrer, der ununterbrochene Lärm und die willkürlichen Restriktionen für praktisch alles uns oft auf die Nerven gingen, war China nichtsdestotrotz aufgrund der großen landschaftlichen Vielfalt und der reichen Geschichte ein faszinierendes Land.


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